Schreibkasten

Habt ihr allgemeine Hinweise und Fragen oder wollt ihr einfach einmal Euren passenden Senf zum Brot dazu geben? Dann seid ihr hier beim Schreibkasten genau richtig! Damit die anderen Leser auch möglichst gut von Euren Tipps und Tricks profitieren können, bitte ich Euch allerdings bei Anregungen zu bestimmten Rezepten die Kommentarfunktion am Schluss des jeweiligen Rezepts zu nutzen. Haut rein in die Tasten!

59 comments

  1. Anna sagt:

    Liebe Alice,
    habe wieder was schönes gesehen. deine Elggemanne, bei uns heißen die Weckmänner.. Sehen super schön aus- wie alles anderes. Kann ich statt Dinkelruchmehr 1050 auch Ruchmehl 1600 nehmen?
    Freue mich wieder von Dir zu hören und komme schnell wieder in BBF.

    Liebe Grüße sonne

  2. Anna sagt:

    Liebe Alice,
    Du hast nicht etwa aufgehört zum Backen ?seit einiger Zeit sieht man dich nicht mehr in dem BBF.. was ist los?? Vermisse deine Backkünste und Kreationen – hoffentlich hört man bald von Dir.

    Schöne Grüße aus NRW

    • Alice sagt:

      Liebe Anna
      Das ist ja so lieb, von dir zu hören! Meine Pause kam ganz unfreiwillig und unerwartet. Es war einfach so viel los mit Jobwechsel und jedes Wochenende von Geburtstag zu Geburtstag (was auch schön war), dass das Backen und erst recht das Bloggen auf der Strecke blieb. Ich hoffe, ich schaffe es nächstes Wochenende mal wieder ins Brotbackforum! Vermisse euch nämlich auch 🙂 Bis bald! Alice

        • michael sagt:

          Liebe Alice

          In der Tat – Du hinterlässt im BBF eine ziemliche Lücke seit deinem „unfreiwilligen“ Rückzug vor zwei Monaten. Deine Präsenz und Beiträge fehlen sehr! Vielleicht ist ja irgendwann – trotz Jobwechsel – ein „kleines Engagement im BBF“ wieder möglich. Ich würde mich sehr darüber freuen.

          Herzlichst Michael (sun42@BBF)

  3. Rita sagt:

    hallo Alice
    durch das Forum bin ich auf Deine Homepage gekommen da ich Anfänger in Sachen Brotbacken bin werde ich mich an Deinen tollen Rezepten erfreuen und versuchen nachzubacken eine Frage wohnst Du in der Schweiz
    danke für deine Antwort

    • Alice sagt:

      Liebe Rita, schön, dass du auf meinen Blog gestossen bist und vielen Dank für deine Nachricht. Im Moment fehlt mir leider etwas die Zeit für das Forum, ich hoffe, dies bessert sich bald wieder. Ich bin aus der Schweiz, was man auch an meiner Mehlauswahl merkt 🙂 Immer her mit den Fragen zum Brotbacken, ich helfe dir gerne, so gut ich kann. Bis dahin viel Erfolg und Geduld für den Anfang! Liebe Grüsse Alice

  4. Bettina sagt:

    Liebe Alice,

    ich bin noch ganz neu in der Brotbackwelt und habe mich sehr gefreut, mit Deinem Blog auch eine Schweizer Vertretung beim Brotbacken zu finden. Speziell mit dem Mehltypen kämpfe ich manchmal noch….

    Aber eigentlich möchte ich Dich über Deine Knetmaschine etwas „ausfragen“:
    Habe ich richtig verstanden, dass Du eine Kenwood Titanium Major hast, das wäre meine favorisierte Knetmaschine. Falls ja, das Modell mit oder ohne Timer? Die Variante mit Timer ist in der aktuellen Kenwood Broschüre für die Schweiz nicht mehr aufgeführt. Auf Nachfrage wurde mir im Fachhandel folgende Theorie verkauft: Die Maschine mit Timer kam nicht so bei den Käufern an, da diese Angst hatten, dass der Timer als zusätzliche Elektronik schnell verschleisst. Daher gibt es hier nur noch die scheinbar „robustere“ Maschine ohne Timer. Im Online Handel findet man dagegen die Timer Variante, laut meinem Fachhändler Restposten, die noch günstig vertickt werden.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Wie sind Deine Erfahrungen mit der Maschine? Und wo hast Du diese gekauft?

    Vielen Dank und viele Grüsse
    Bettina

    • Alice sagt:

      Hoi Bettina

      Schön, dass du auf meinen Blog gestossen bist. Ich weiss, wie kompliziert am Anfang alles ist – vorallem die Nummerierung der deutschen Mehltypen.

      Also zu meinem Küchenhelfer kann ich dir Folgendes sagen: Ich habe eine Kenwood Cooking Chef. Dies ist eigentlich die gleiche Maschine wie die Major Titanium aber mit Kochplatte. Das beantwortet auch schon deine nächste Frage: Ich vertraue dem Hause Kenwood so weit, dass ich sogar die Maschine mit extra viel Elektronik gewählt habe. Ich brauche sie zwar selten, aber für Dinge wie Aromastück, selbstgemachte Gemüsepaste (Bouillonersatz) oder auch Risotto ist sie spitze. Ausserdem hat sie ein anderes tolles Feature: Sie zeigt die Teigtemperatur an. Gerade im Sommer ist das super praktisch, weil der Teig da gerne zu warm wird. Die Timerfunktion habe ich noch nie verwendet, aber ich finde es sehr praktisch zu sehen, wie lange mein Teig schon knetet (neben der Teigtemperatur). Für die Major Titanium und die Cooking Chef gibt es einen Profiknethaken. Deshalb würde ich eine von diesen beiden Maschinen fürs Brotbacken empfehlen. In Lutz‘ Knetmaschinentest hat sie auch gut abgeschnitten. Ich habe die Maschine nun zwei Jahre und bin noch immer sehr zufrieden damit. Die max. Mengen darf man nicht überschreiten und bei sehr festen Teigen sollte man eher noch etwas darunter bleiben, sonst beginnt sie zu knarzen.

      An deiner Stelle würde ich sie an einem Ort kaufen, wo ein Garantiefall schnell bearbeitet werden kann und ausserdem der Preis stimmt. Sprich entweder in einem lokalen Geschäft oder einem der schweizer Onlinehändler.

      Gib Bescheid, wenn du noch mehr Infos möchtest und sonst viel Erfolg bei der Auswahl! Liebe Grüsse Alice

      • Bettina sagt:

        Liebe Alice,

        vielen Dank für die Antwort!
        Ja, die Cooking Chef ist mir dann wohl doch eine Nummer zu viel, auch wenn es verlockend klingt.

        Nun, mittlerweile hab ich vom lokalen Händler erfahren, dass es wohl bald ein neues Modell der Major Titanium geben wird, heisst dann wohl Chef XL Titanium. In anderen Ländern ist sie schon ganz frisch erhältlich und schaut gut aus, der Profiknethaken zB ist schon dabei, wenn ich die Fotos richtig gedeutet habe und sie ist nochmals mit einen stärkeren (aber leiseren… ?!) Motor ausgestattet worden. Nun bin ich sehr froh um diese Info und warte also noch aufs neue Modell, das ich dann bestimmt beim lokalen Händler kaufen werde. Erstens, wegen dem Ansprechpartner vor Ort für Garantie und zweitens weil er mir ja den Tip gegeben hat, dass ein neues Modell rauskommt.

        So knete ich weiterhin fluchend per Hand 😉

        Viele Grüsse
        Bettina

  5. Stefan sagt:

    Hallo Alice,

    habe gelesen, dass Du Dir einen Kamado zulegst und nach Brot/Pizza low & slow, z.B. Pulled Pork grillen willst. Mein Tipp: Gehe so nicht an die Sache heran. Wenn man einen Longjob startet, lässt man den Grill gar nicht erst heiß werden, sondern lässt die Temperatur nicht ansteigen. Pizza machst Du z. B. bei 300 bis 350°C. Bis Du aus dieser Temperatur wieder auf 110°C (nicht: 120°) herunter bist, vergehen Ewigkeiten. Auch bist Du darauf angewieen, dass die Kohle für ca. 15 Stunden reicht. Das haut nicht hin, wenn Du mit einer Höllenhitze aus durchgeglühten Kohlen startest. Es ist viel langwieriger, Temperatur zu ermäßigen als ansteigen zu lassen. Also langsam beginnen und die Temperatur möglichst nie über 110 °C steigen lassen. Den Deckel so selten wie irgend möglich öffnen – jede Sauerstoffzufuhr führt zu ansteigender Temperatur.

    Wenn Du häufiger eine kontrollierte Temperatur benötigst und häufiger Longjobs planst (und das ist unbedingt zu empfehlen) ist die Anschaffung eines BBQ Guru – DigiQ oder CyberQ – unbedingt zu empfehlen. Der Kamado überhitzt nicht, geht nicht aus, alarmiert Dich aber, wenn die Kohle doch zur Neige gehen sollte – Du kannst also ruhig zu Bett gehen. Zwar lässt einen diese Anschaffung zunächst einmal scharf die Luft einziehen, wenn man dann aber überlegt, dass man so oder so ein präzises Garraum- und Fleischthermometer benötigt, zudem die relative Sicherheit, dass das PP stets gelingt, lässt das den Preis schon wieder relativieren.

    Beste Grüße
    Stefan

    P.S.: Wenn Dir dieser Beitrag zu themenfremd erscheint – einfach löschen 😉

    Beste Grüße
    Stefan

    • Alice sagt:

      Lieber Stefan, wow vielen herzlichen Dank für all diese Infos! Gelöscht wird hier nichts – ausser das Doppelposting des Kommentars 🙂

      Das ist interessant, wie die Sache mit dem Kamado ganz anders angegegangen wird, als bei einem Holzbackofen. Mein Überlegungsfehler war wohl, dass im Holzbackofen die Kohle rausgeputzt wird, wohingegen beim Kamado die Hitzequelle vorhanden bleibt. Danke auch für den Tipp mit dem DigiQ, es stehen ja noch Geburtstage an, an denen die Ausrüstung schrittweise aufgebessert werden kann 🙂 Wenigstens weiss ich jetzt etwas zum Schenken! (=> Warnung an den hier fleissig mitlesenden Herr C, sich nicht alles selbst zu kaufen!) Leider hat das gute Ding etwas Lieferverzögerung, aber sobald der Super-Grill da ist, werde ich hier von meinen Erfahrungen berichten. Geniesse noch den Rest der Grillsaison, danach wird dann dafür das Brotbacken wieder etwas angenehmer!

      Liebe Grüsse Alice

    • Alice sagt:

      Hoi Vaula, schön, dass dir das St. Gallerbrot so gut gelungen ist! Das Fonduebrot passt sicher auch super zum jetzigen Grillwetter. Oder gibt’s ein Sommerfondue? Liebe Grüsse Alice

  6. Markus sagt:

    Hallo Alice
    Ich möchte gerne Dein St. Galler Brot Rezept backen, habe aber nirgends 16°, für den Hefevorteig, was ist die Alternative, evtl. Kühlschrank und länger?

    • Alice sagt:

      Hoi Markus, lasse ihn während 1-2 Stunden bei Raumtemperatur anspringen und stelle ihn anschliessend in den Kühlschrank. So kannst du ihn auch 24 Stunden vorher zubereiten. Nach den angegebenen 16 Stunden hat er dann noch nicht ganz so viel Aroma, aber die Auswirkungen aufs Brot sind wohl nicht sehr gross. Liebe Grüsse Alice

    • Markus sagt:

      Hallo Alice
      Vielen Dank für die prompte Antwort.
      Ich bin gerade daran in ca. 1 Std. mein St.Gallerbrot in den Backofen zu schieben. Ich könnte auswählen zwischen Klimagaren (Umluft mit bis zu 3 Dampfstössen), oder Ober- und Unterhitze (auch mit Dampfstössen möglich). Beide Arten bis 250° möglich, was soll ich nehmen?
      2. Frage: ich möchte das nächste Brot in meinem Holzkohlen BGE backen und habe mir überlegt, das Beschwaden mit Dampfstössen aus dem Bügeleisen zu machen, ist das eine Schnapsidee?

      • Alice sagt:

        Hoi Markus
        Mit dem Ofen ist das immer so ein Ausprobieren, was am besten geht. Ich würde traditionell eher zur Ober-/Unterhitze greifen. Den Dampfstoss gibst du am besten von Anfang an oder nach ca. 30 Sekunden dazu. Wenn dir die Teighaut während den nächsten 5-8 Minuten trocken erscheint, dann gib nochmals etwas dazu. Sie soll in dieser Zeit dehnbar bleiben. Sobald nach ca. 8 Minuten der Ofentrieb abgeschlossen ist, sollte man den Ofen kurz öffnen und den Dampf ablassen.

        Zu deiner zweiten Frage: ich bezweifle, dass du mit BGE einen Bundesgerichtsentscheid meinst 😀 ist das eine Art Grill? Oder ein Holzkohlebackofen? Die Idee mit dem Bügeleisen ist nicht schlecht und sicher ein Versuch wert. Allerdings, meinst du nicht, dass da der Dampf etwas zu schnell fortgeht? Eine andere beliebte Methode ist das Mitaufheizen einer Aluschale mit sauberen Schrauben oder Nägel. Zum Schwaden giesst man dann ca. 50-60ml Wasser auf die heissen Schrauben und schliesst schnell den Deckel. Diese Methode klappt auch im Backofen gut.
        Viel Erfolg beim St. Gallerbrot und bei deinen weiteren Experimenten!

        Liebe Grüsse Alice

        • Markus sagt:

          Hallo Alice
          Vielen Dank für die schnelle Antwort.
          Das Brot ist fertig, schneller als gedacht und ist für mein erstes Brot nicht schlecht geraten. Ein Zipfel habe ich vermutlich zuwenig angedrückt.
          Apropos BGE
          1. BGE. Es ist ein Big Green Egg. Das mit den Schrauben werde ich ausprobieren. Alu mit grosser Hitze und Speisen finde nach neusten Erkenntnissen eher ungesund
          2. Bundesgerichtsentscheid. Wenn ich davon ausgehe, dass dieses St. Gallerbrot eine Anwältin im Stundenlohn gebacken hätte, dies vermutlich ein äusserst luxuriöses und unerschwingliches Gebäck geworden wäre.
          Gruss Markus

  7. Hendrik sagt:

    Hallo Alice,
    du kannst mir sicher bei einem Verständniproblem helfen. Ich möchte gerne nach einem Rezept das ich habe Brot mit Quellstück backen. In meinem Rezept ist das aber nicht vorgesehen. Muss ich die Flüssigkeitsmenge, die in dem Quellstück drin ist von der gesamten Wassermenge abziehen oder kommt das on Top?
    über Hilfe würde ich sehr freuen.
    Danke schon mal
    Hendrik

    • Alice sagt:

      Hoi Hendrik, das hängt extrem von deinem Rezept ab. Saaten nehmen etwa ihr eigenes Gewicht an Wasser auf, das kommt also noch dazu. Das Mehl nimmt je nach Mahlgrad und Sorte ca. 60-75% des eigenen Gewichts auf. Die Frage ist jetzt also, wie viel Wasser in deinem Rezept bereits eingerechnet ist. Wenn du willst, kannst du mir eine E-Mail mit dem Rezept schicken, dann teile ich es dir so in Quellstück und Hauptteig ein, wie ich es backen würde. Liebe Grüsse Alice

  8. Bea Wyler sagt:

    Liebe Alice
    Du schreibst in Deinem tollen Blog von Brotbacktemperaturen von 280°C auf 220°C fallend. Was für einen Backofen hast Du? Mein Electrolux bringt nur 230°C. Ist der Backstein und langes Vorheizen der Schlüssel zum Erfolg?
    Danke und alles Gute
    Bea

    • Alice sagt:

      Liebe Bea, jetzt bekommst du eine Antwort, die mir im Jurastudium antrainiert wurde: Es chunt drufah 🙂 Und zwar darauf, was du verbessern möchtest. Damit ein Brot oder Brötchen schön aufgehen, benötigen sie zu Beginn viel Unterhitze. Deshalb heize ich meinen Ofen mit einem Backstein in der Regel auf 250°C vor und schalte ihn dann bei Broten nach 10 Minuten auf 220°C herunter (fallend backen). Dadurch kann ich das Brot etwas länger als sonst im Ofen lassen und es bekommt eine kräftige Kruste. Bei zu wenig Hitze – vorallem zu wenig Unterhitze – geht das Brot im Ofen langsamer auf. Es bildet aber trotzdem sehr schnell eine Haut. Dadurch bleibt es dann viel kompakter, als wenn das Brot direkt auf eine heisse Oberfläche kommt – vorallem dann, wenn man keinen Dampf dazugibt. Der Backstein hat allerdings einen Nachteil: Er muss richtig gut vorheizen. Ich habe deshalb einen Lavaton-Backstein, der zwar bestimmt nicht ganz so gute Ergebnisse liefert wie ein Cordierit-Stein, aber wenigstens gleichzeitig heiss ist, wie der Ofen. Anstelle eines Backsteins könntest du auch in einem gut vorgeheizten Gusseisentopf backen. Der Vorteil am Topf ist, dass man nicht auch noch Dampf dazugeben muss. Der Dampf, der aus dem Brot austritt reicht da aus. Der Deckel muss allerdings nach der halben Backzeit entfernt werden. Nun noch zur Temperatur, ich backe normalerweise bei 250°C an, in seltenen Fällen (St.Gallerbrot) bei 280°C. Im Holzofen ist es manchmal so, dass die Hitze schneller sinkt, als erwartet und die Brote gelingen dann auch bei 210°C noch. Der Unterschied zum Holzofen ist aber die ruhige Backatmosphäre und die gleichmässige Hitzestrahlung. Ich denke, du kommst mit einem Gusseisentopf deshalb eher an diese Verhältnisse als mit einem Backstein. Natürlich spielen nicht nur die Temperatur und der Ofen eine Rolle, sondern auch das Rezept (ich hoffe, meine gelingen auch anderen :-)) und die Vorgehensweise.
      Nun hoffe ich, dass dir dies auch weiterhilft und wünsche dir viel Erfolg bei deinen Backversuchen! Liebe Grüsse Alice

      • Bea Wyler sagt:

        Liebe Alice
        Merci für die ‚juristische‘ Auslegung. Backen im Tüpfi kenne ich vom no-knead-bread, das mache ich auch mit Teigen, die fester sind, und das geht gut. – Der grosse Fortschritt in meiner Brotbäckerei hat dann stattgefunden, als ich anfing, das Mehl aus einer kleinen lokalen Mühle (im Aargau) zu beziehen, obschon ich davor mit Landi- und Migrosmehlen gute Resultate erzielte.
        Danke nochmals. Ich lerne viel bei Dir.
        Gruss Bea

    • Alice sagt:

      Das freut mich! Ich habe ja jetzt eine Getreidemühle, also wird es in nächster Zeit einige Vollkornrezepte geben 🙂 Aber erst nach meinen Skiferien. Liebe Grüsse Alice

      • Ulla sagt:

        Hallo Alice, nun sind deine Skiferien schon lange vorbei. Hast du deine Getreidemühle schon ausprobiert? Ich bin ein Fan vom Ruchmehl geworden. Das kann ich so leider nicht mahlen. Kennst du das? Leckeres Brot backe ich damit!!
        Es hat mich sehr gefreut, das du meinen Blog gefunden hast. Ich bin ja noch neu hier. Aber ich hatte vorher schon mal einen Blog: ullahatsichgewaschen. Schau doch mal da rein. Mit einigen Sachen sollte ich vielleicht umziehen.
        Viele Grüße von Ulla

        • Alice sagt:

          Hallo Ulla, ja Ruchmehl ist super. Das ist neben Halbweissmehl hier das Standard-Weizenmehl. Leider schafft das die eigene Mühle nicht, aber es ist doch auch schön, wenn man zur lokalen Mühle fahren und dort durch die Mehlregale schlendern kann. Meine Fidibus-Mühle darf für den Osterbrunch wieder aktiv werden. Da gibt’s wieder mindestens ein Vollkornbrötchen. Ich freue mich, bei dir wieder das eine oder andere zu entdecken! Bis dahin wünsche ich dir eine gute Zeit und viel Frühlingsfreude. Liebe Grüsse Alice

  9. Gabi sagt:

    Liebe Alice, das Rezept zum St. Galler Brot hört sich super an. Kannst du mir ev. erklären wie dies mit dem Abfallend backen bez. dér Temparatur funktioniert? Lieben Dank. Gabi

    • Alice sagt:

      Liebe Gabi, schön dass dir das Rezept gefällt! Danke für deine Nachricht. Du bringst mich auf die Idee, diese Dinge einmal übersichtlich festzuhalten. Damit das St. Gallerbrot eine schöne Kruste bekommt, muss es in den sehr heissen Ofen. Da dies aber auf Dauer zu lange wäre und es dann schwarz würde, stellt man die Temperatur zurück. In einem Holzofen geschieht dies beispielsweise von selbst, da der Ofen ja stetig abkühlt und die kalten Brotteige auch noch für eine fallende Temperatur sorgen. Im Haushaltsofen versucht man also das Gleiche zu erreichen, indem die Temperatur einfach zurückgestellt wird. Der Ofen wird nur kurz geöffnet, um den Dampf abzulassen (nach ca. 8 Minuten). Gleichzeitig dreht man die Temperatur auf die tiefere Temperatur (beim St. Gallerbrot 220°C) zurück. Somit fällt die Ofentemperatur langsam und die Kruste wird dick und knusprig. Ich hoffe das hilft dir weiter und sonst einfach nochmals nachhaken. Liebe Grüsse Alice

  10. 3Pix sagt:

    Hallo Alice,
    erstmal großes Lob für Deinen tollen Blog, ich lese hier sehr gerne.
    Ich hätte da eine Frage nach einem Rezept für Totenbeinli, kennst Du die (ich finde ja den Namen gruslig …)? Eine Freundin hatte die mal aus der Schweiz mitgebracht, es könnte eine Spezialität aus dem Bündner Land sein. Sie erinnerten an Cantuccini, nur waren es längliche Stangen.
    Viele Grüße,
    3Pix

    • Alice sagt:

      Hallo 3Pix!
      Danke für das Lob! Es freut mich, dass der Blog gefällt. Klar kann ich dir da weiterhelfen, die Totenbeinli gehören auch im Thurgau zum Standardweihnachtsprogramm! Die sind eben hart und lang wie tote Beine (obwohl ich mich da noch nicht persönlich davon überzeugt habe;)). Allerdings werden meine mit Haselnüsse gebacken. Cantucci sind ja mit Mandeln und auch viel luftiger als die Totenbeinli. Ich schaue dir das Rezept nach und veröffentliche es sobald wie möglich oder schreibe es in den Kommentar rein.
      Liebe Grüsse Alice

    • Alice sagt:

      Hallo 3Pix
      Dieses Wochenende komme ich leider selbst nicht zum Backen. Bevor ich jetzt ein Rezept ohne Bilder einstelle, verweise ich dich lieber auf dieses Rezept hier von Swissmilk. Es ist meinen Totenbeinli sehr ähnlich. Demnächst folgt dann mein Rezept auf dem gewohnten Weg 🙂

      Kleiner Nachtrag: Da ist es jetzt. Viel Spass beim Nachbacken!
      Liebe Grüsse Alice

  11. Kathrin sagt:

    Hallo Alice

    Grosses Kompliment für deinen Blog mit den super Rezepten. Ich würde gerne erfahren, wo du dein Mehl beziehst. Vielen Dank für deine Rückmeldung.

    Lieber Gruss aus St.Gallen

    Kathrin

    • Alice sagt:

      Liebe Kathrin
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar und dein Kompliment! Freut mich, dass der Blog gefällt. Ich beziehe mein Mehl bei der Mühle Entenschiess, der Mühle Bachmann und teilweise in der Landi. Das vorallem dann, wenn ich keine Zeit habe, in eine der Mühlen zu fahren. Roggenvollkornmehl kaufe ich im Bioladen (Haas in Frauenfeld oder Rägeboge in Winterthur). In der Verarbeitung und im Geschmack lassen beide Mühlenmehle keine Wünsche offen. Beide Mühlen bieten auch Mehlmischungen an (also nur Mehl ohne Zusätze). Das Landimehl ist auch gut, aber das Ruchmehl ist mir da etwas zu hell, zu wenig kernig und nimmt auch weniger Wasser auf als das aus der Mühle. Um St. Gallen weiss ich nur von der Lindmühle, habe aber die Mehle noch nie ausprobiert.
      Ich hoffe, das hilft dir weiter und wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüsse Alice

  12. Thomas M. aus E. sagt:

    Hallo Alice!
    Hut ab! Grosses Kino! Deine Rezepte sind irre gut. Hier verstehe ich allerdings die 5°C Schüttwasser nicht. Die Temperatur des HT muss doch um 24°C bleiben…..
    Schönes WE! Thomas

    • Alice sagt:

      Hallo Thomas! Danke für das Lob! Freut mich, dass dir die Rezepte gefallen. Bei der Teigtemperatur hast du natürlich recht, die sollte am Ende des Knetprozesses bei ca. 24°C liegen. Allerdings kommen durch Sauerteig und Vorteig bereits Zutaten in den Teig, die etwa 28°C haben. Das Mehl hat ebenfalls Raumtemperatur und damit eher über 20°C. In meiner Cookingchef erwärmt sich der Teig bei einer Knetdauer von 15 Minuten um etwa 5°C bei 20 Minuten sind es bereits 8-9°C. D.h. Ich muss den Teig mit dem gekühlten Schüttwasser erst auf ca. 19°C runter kühlen, damit er mir während des intensiven Knetens nicht so schnell überknetet (das passiert bei warmem Teig wesentlich schneller als bei Kaltem). Dafür ist das Schüttwasser die beste Möglichkeit. Ein viel zu kalter Teig (unter 18°C) geht allerdings auch nicht gut zum Kneten, weil das Mehl da nicht gleich gut quillt. Mit 19-20°C Starttemperatur habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Bei Roggen sieht es natürlich wieder anders aus. Der hätte ja gerne Temperaturen um die 28°C. Bei einem Roggenteig kann also ruhig lauwarmes Wasser verwendet werden. Dinkel ist hingegen das andere Extrem, den knete ich nie über 25°C – darüber sind mir schon zu viele Teige in die Hosen gegangen. Hast Du denn gar keine Probleme mit der Teigerwärmung? Es liegt wohl auch ein bisschen an der Maschine. Wenn man diese Komponente aber miteinbezieht leistet sie hervorragende Dienste. Dir ebenfalls ein schönes Wochenende! Liebe Grüsse Alice

      • Thomas M. aus E. sagt:

        Hallo Alice! Danke für die Nachtarbeit. Ja, Teigerwärmung ist da, allerdings nicht so extrem. Viele Teige knete ich noch mit nem alten KRUPS (s. Knetmaschinentest bei Lutz) , nur bei langen Knetzeiten nehme ich die Cooking Chef, insbesondere bei Roggenteigen im Winter – meine Küche hat da solide 16-18°C – stelle ich die Maschine auf 30°C, damit der Teig auf 28-30°C kommt. Klar,hier bei Dinkel ist Vorsicht geboten. 25-26°C ist die Grenze, diese Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Die Krumenstruktur wird sonst sehr brüchig. Danke Dir und schönen Restsonntag! Thomas

  13. Mami Katrin sagt:

    Liebe Alice
    ich sollte für morgen eine Foccacia backen. Kannst Du mir das Rezept senden?
    Du weisst, ich habe nicht so viel Geduld wie Du. 😉 Deshalb sind Deine Resultate auch unvergleichlich besser.

    • Alice sagt:

      Liebe Mami, die Blogsuche steckt noch in den Kinderschuhen. Ich weiss auch nicht, wieso sie das nicht kann. Ab Mitte September klappt dann vielleicht auch das *wink-mit-dem-Zaunpfahl* 😉 Und bis dahin hilft Alleskönner Google. Die Focaccia findest Du hier. Dinkel hell kannst Du problemlos durch Halbweissmehl ersetzen. Bei Andreas‘ Geburi habe ich Ruchmehl genommen. Das funktioniert auch tiptop. Beim Toping kann man ja nehmen was Garten, Kühlschrank und Vorrat hergeben. Eine schnellere Variante hätte ich also auch noch! Aber diese hier braucht eigentlich nicht viel Aufmerksamkeit. Ich bin mir sicher, diese Focaccia wird genauso gut! 😉

  14. Barbara sagt:

    Liebe Alice

    Schon eine Weile lese ich deinen Blog (ich fühle mich in deinem Blog ein wenig „heimisch“, weil ich selber auch in der Schweiz lebe) und bewundere deine Brote, die eine so schöne, gut gebackene Kruste haben. Mit Brotbacken stehe ich noch in den „Anfängen“. Und ich tue mich recht schwer mit dem Thema Dampf beim Brotbacken, um schöne, gut gebackene Krusten (so richtig „chnusperig“) zu erhalten. Daher hätte ich ein paar Fragen an dich:

    – Wie bedampfst du in deinem Backofen (hast du ein Backofen mit Dampffunktion oder oder „erzeugst“ du den Dampf selber)?

    – Falls du den Dampf selber „erzeugst“, wie machst du das (oder ist es vielleicht ein Geheimnis, das du lieber nicht weitergeben möchtest)?

    – Bäckst du auf einem Blech oder Stein? Auf welcher Einschubhöhe befindet sich das Blech oder der Stein?

    – Was beachtest du zudem noch, dass du so wunderbare, gut gebackene Krusten erhältst?

    Falls du einmal Zeit findest, mir meine Fragen kurz beantworten, würde mich das sehr freuen.

    Auf jeden Fall werde ich Deinen Blog weiter „genießen“.

    Ganz liebi Grüess us em Bärnbiet im Seeland

    Barbara

    • Alice sagt:

      Liebi Barbara
      Das freut mich riesig, dass die Rezepte meines Thurgauer Blogs schon in die Bernbieter Küchen eingezogen sind 🙂

      Mit dem Dampf hatte ich zu Beginn auch recht Mühe, aber es braucht ihn einfach, um eine gute Kruste und ein voluminöses Brot zu bekommen. Der Dampf setzt sich auf der kalten Teigoberfläche ab, kondensiert und erfüllt dort zwei Funktionen: Einerseits sorgt er dafür, dass das Brot eine dehnbare Oberfläche bekommt und dadurch schön aufgehen kann. Andererseits löst der Dampf die Zucker auf der Teigoberfläche, was zu der schönen Krustenfarbe und natürlich viel Aroma führt.

      – Wie bedampfst du in deinem Backofen (hast du ein Backofen mit Dampffunktion oder oder „erzeugst“ du den Dampf selber)?

      Ich habe einen ganz normalen Haushaltsbackofen ohne Beschwadungsfunktion.

      – Falls du den Dampf selber „erzeugst“, wie machst du das (oder ist es vielleicht ein Geheimnis, das du lieber nicht weitergeben möchtest)?

      Geheimnisse gibt es hier auf dem Blog nicht, keine Sorge. Aber meine Beschwadungstechnik ist wohl nicht ganz SUVA-konform und auch noch nicht vollständig ausgereift. Also bitte auf eigenes Risiko nachmachen und dabei vorsichtig sein 🙂 Zu Beginn hatte ich so eine grosse 20 ml Spritze, mit der wir als Kinder gerne gespielt haben. Die gibt es in der Apotheke. Mit dieser Spritze wird kaltes Wasser an die heisse Ofenwand gespritzt, wodurch sofort Dampf entsteht (vorsicht, nicht auf der Seite mit dem Licht.. Das weiss ich aus eigener Erfahrung). Das Problem dabei ist, dass die Ofentür leicht geöffnet sein muss und der Dampf dort auch ziemlich heiss raus kommt. Man muss also aufpassen, dass man sich dabei nicht die Hand verbrennt. Seit neuem beschwade ich mit einer Druckblumenspritze. Die wurde eigentlich gekauft, um Nachbars Katze zu vertreiben. Das nützte aber so wenig wie die Vertreibungsversuche der eigenen Katzen, also habe ich sie fürs Brotbacken annektiert 🙂 Der Vorteil daran ist, dass mit ziemlichem Druck Wasser eingespritzt wird und dadurch weniger Dampf entweichen kann. Auch kann man problemlos einen Topflappen um die Hand wickeln, dann verbrennt man sich bestimmt nicht.

      Oftmals liest man den Tipp, ein Blech auf den Ofenboden zu stellen oder eine Tasse Wasser dazuzugeben. Die Tasse Wasser nützt eigentlich nicht viel, weil das Brot wirklich Dampf braucht und nicht bloss ein etwas feuchteres Klima. Auch gerne liest man von der Schraubenschale. Dabei werden Schrauben auf ein Backblech oder in eine Metallschale gegeben und zusammen mit dem Backofen aufgeheizt. Beim Einschiessen wird dann Wasser auf die Schrauben gespritzt. Dies führt durch die grosse Oberfläche der Schrauben zu einer sehr schnellen Verdampfung. Dies ist eine sehr gute Methode, wenn man denn genügend Platz im Ofen hat. Bei mir klappt es aber leider nicht, weil der Backstein den Ofen ziemlich gut ausfüllt und sich der Dampf dadurch unter dem Stein staut und sich nicht gleich gut auf dem Brot absetzt.

      Ganz wichtig beim Bedampfen ist, dass man den Schwaden auch wieder ablässt. D.h. nach ca. 4-8 Minuten muss man die Ofentür leicht öffnen. Ansonsten kann die Kruste nicht richtig rösch werden.

      – Bäckst du auf einem Blech oder Stein? Auf welcher Einschubhöhe befindet sich das Blech oder der Stein?

      Ich backe auf einem Lavatonbackstein. Der wird relativ schnell heiss. Jetzt wirds wieder nicht-SUVA-konform: Ich heize den Stein auf der zweitobersten Rille auf, sodass die Oberhitze wirklich auf die Steinoberfläche brutzelt. Dann kurz vor dem Backen gebe ich ihn auf die unterste Schiene. Die Steinoberfläche ist dann 8 cm über dem Boden, die Unterseite 6 cm. Über dem Stein habe ich noch 20 cm Platz. Dies hat sich teilweise als zu wenig herausgestellt. Bei meinen Broten sieht man manchmal, wie die obere Kruste dunkler geworden ist, als die untere. Dies liegt nicht an einem zu wenig heissen Stein sondern vielmehr an der zu heissen Oberhitze. Leider habe ich beim Ausschalten der Oberhitze einen massiven Temperaturverlust. Deshalb sind sie halt oben etwas dunkler als unten.

      – Was beachtest du zudem noch, dass du so wunderbare, gut gebackene Krusten erhältst?

      Das Wichtigste ist ein richtig gut vorgeheizter Ofen (bei mir i.d.R. 250°C) und eine feucht-dehnbare Teigoberfläche. Um dies zu erreichen, heize ich den Ofen wirklich früh genug ein. Sodass der Backstein noch einige Zeit (ca. 30 Minuten) bei voller Hitze mitaufheizen kann. Hier lohnt es sich, ein extra Ofenthermometer zu kaufen. Die eingebauten sind meist nicht sehr zuverlässig. Ausserdem besprühe ich die Teiglinge manchmal während der Stückgare ganz leicht mit Wasser (mit einer normalen Blumenspritze) – vor allem dann, wenn ich das Gefühl habe, dass etwas trockene Luft herrscht. Meist gebe ich vor dem Einschiessen des Brotes schon etwas Schwaden. Dann muss ich nachher, wenn’s dann schnell gehen muss, nicht mehr ganz so viel geben. Ausserdem lüfte ich den Ofen kurz vor Schluss nochmals so richtig durch. D.h. ich öffne die Ofentür, bis mir kein Dampf mehr entgegen kommt. Dann muss natürlich wieder etwas hochgeheizt werden oder was auch sehr gut geht, ist kurz auf Umluft umzuschalten. Dabei aber unbedingt das Brot im Auge behalten! Mit Umluft wird es sehr schnell sehr dunkel. Zum Schluss muss man dann nur noch etwas mutig sein 🙂 Versuche mal, wenn Du das Brot raus nehmen würdest, es einfach noch etwas länger drin zu lassen.

      Was Du sonst noch probieren kannst, ist Folgendes: Nach 10 Minuten Backzeit den Ofen auf 220°C reduzieren und dafür ca. 10 Minuten länger backen. Diese fallende Backtemperaturen führen auch gerne zu einer schön ausgebackenen Kruste. Wichtig dabei ist, dass die Temperatur einfach nur reduziert wird, aber der Ofen jetzt nicht extra offen gelassen wird, bis die neue Temperatur erreicht ist. Wenn Dir das ganze Beschwaden etwas zu mühsam ist, dann probiere es mal mit einem gusseisernen Topf. Das Brot daraus wird genial und so richtig chnusprig! Man heizt also den gusseisernen Topf mitsamt Deckel auf, gibt dann das Brot mit Schluss nach oben hinein und schliesst für die erste Zeit den heissen Deckel. Nach der halben Backzeit nimmt man den Deckel ab und lässt es gut ausbacken. Beim öffnen unbedingt den Arm gut schützen und so öffnen, dass einem der Dampf nicht gleich entgegen kommt. Im Topf passiert eigentlich dasselbe wie beim Beschwaden. Weil es ein viel kleinerer „Raum“ ist, reicht der Dampf der aus dem Brot austritt aus, um eine chnusprige Kruste zu erhalten.

      Dann spielt natürlich die Teigzusammensetzung auch noch ein bisschen eine Rolle. Du könntest zum Beispiel etwas Honig oder wenn Du hast enzyminaktives Gerstenmalz zum Teig geben. Durch die extra Zuckerstoffe wird die Kruste noch etwas schöner. Auch habe ich das Gefühl, dass Brote, die schön lange Zeit zum Quellen hatten eine wesentlich bessere Kruste entwickeln als direkt geführte Brote. Gerade die Fougasse erhält dank dem Roggenpoolish eine sehr knusprige Kruste. Demgegenüber haben die Brote mit Hefemengen über 4% (bezogen auf die Mehlmenge) selten eine schöne Kruste.

      Hoffentlich hilft Dir das schon etwas weiter. Wie bist Du denn bislang vorgegangen?

      Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg und Experimentierfreude beim Backen!

      Vieli liebi Grüess

      Alice

      • Barbara sagt:

        Liebe Alice

        Ganz herzlichen Dank für deine Antwort. Da gibt es ganz viele „Stellen“, an denen ich neben dem Dampf noch etwas verändern kann, um eine schöne, chnusprige Kruste zu erhalten!!!

        Betreffend Dampf habe ich es bis jetzt tatsächlich so gemacht wie du es oben beschrieben hast – ein Bachblech mit aufgeheizt und dann Wasser reingeschüttet – und es hat nicht wirklich viel gebracht :-(.

        Gestern habe ich eine Druckblumenspritze gekauft und einen Testlauf gemacht: Wahrscheinlich habe ich etwas zu viel Wasser reingespritzt, auf jeden Fall hat sich auf dem Ofenboden noch Wasser gesammelt, das von der Wand runtergelaufen ist und das sollte wahrscheinlich nicht passieren? Wie händelst du es? Spritzt du das Wasser in einem Strahl an die Wand oder eher mit dem „Zerstäuber“? Was denkst du, wieviel Wasser (ungefähr) spritzt du in den Ofen? Ich möchte unbedingt mit dieser Methode weiterüben, weil ich denke, wenn richtig ausgeführt, bringt das schön Dampf in den Backofen.

        Noch eine kleine andere Frage, dann lass ich dich in Ruhe: ich habe bis jetzt noch keine Knetmaschine angeschafft (bin ja noch in den Bort-Backanfängen und will nicht so viel Geld aufs Mal ausgeben). Wie siehst du es: um wirklich gut geknetete Teige – und schlussendlich natürlich gutes Brot – zu erhalten, würdest du eine Knetmaschine empfehlen? Was hast du für eine Knetmaschine und bist du damit zufrieden?

        Sobald ich „Fortschritte“ mit dem Bedampfen mache oder auch sonst irgendwelche Fortschritte mache (Sauerteig ansetzen würde mich sehr reizen), werde ich mich wieder bei dir melden.

        Nochmals ganz lieben Dank für deine Unterstützung.

        Hab ä guete Tag!

        Liebi Grüess
        Barbara

        • Alice sagt:

          Liebe Barbara

          Immer wieder gerne! Ich habe die Wassermenge, die ich einschiesse einmal gemessen. Es sind ca. 40-50 ml. Wenn ich das Gefühl habe, dass sich zu schnell eine Haut bildet, gebe ich nochmals ca. 30 ml nach. Der Sinn daran ist schon, dass das Wasser möglichst schnell verdampft und sich der Dampf auf dem Brot absetzt. Aber so ein bisschen etwas am Boden habe ich manchmal auch. Das ist dann aber innert 30 Sekunden verdampft. Ich spritze mit dem starken Strahl an die Wand. Den Zerstäuber benutze ich, um die Brote bei der Stückgare leicht zu befeuchten (nur wenn es in der Küche zu trocken ist).

          Nun die Knetmaschine, die ist einfach eine RIESEN Küchenhilfe. Von Hand kann ein Teig auch gut geknetet und zu einem sehr guten Brot verarbeitet werden aber es braucht eine gute Technik, viel Zeit und Übung. Ich knete eigentlich nur meine Dinkelteige von Hand und auch das nur, wenn es zu warm für die Maschine ist. Wenn man’s raus hat bringt man den Teig von Hand bestimmt auch zum Fenstertest (= ein Stück Teig so dünn ausziehen, dass man hindurch sieht, ohne dass der Teig reisst). Ich habe eine Kenwood Cooking Chef. Diese hat sich innert einem knappen Jahr zuverlässig durch 56 Blogbeiträge geknetet und zusätzlich mindestens nochmals so viele Brotteige bearbeitet. Hinzu kommt Risottokochen, Kuchenteige rühren, Ghee herstellen, Altbrot mahlen, Fleisch wolfen, Mixen, Gewürze Mahlen, Gemüse raffeln, etc. Sie ist wirklich sehr stark ausgelastet und ich hoffe sehr, sie hält so gut wie ich mir das von ihr erhoffe. Sämtliche Dienste erledigt sie zuverlässig. Den Teig knetet sie ausgezeichnet, wenn man die Temperaturerwärmung mit einberechnet. Gerade jetzt, wo es so heiss ist, muss der Teig zu Beginn des Knetprozesses auf 18°C heruntergekühlt werden. Beim Kneten erwärmt er sich dann locker auf 24°C, wenn man ihn lässt auch auf 29°C. Diese Erwärmung ist schon ein bisschen ein Manko der Kenwood. Ich denke da ist Häussler schon noch etwas besser – allerdings ist die nicht gerade für haushaltsübliche Mengen ausgelegt. Soweit ich weiss, knetet die auch einfach nur und kann sonst nicht viel. Mir war wichtig, nur ein Gerät zu haben und nicht fünf verschiedene. Auch musste sie stabil sein und das ist die Kenwood durchaus. Die Bosch meines Freundes habe ich übrigens innert weniger Backtagen geschrottet. Die ist gut für Eischnee aber nicht zum Teigkneten. Die Kenwood ist auch richtig stabil verarbeitet, verglichen zu dem Plastikzeug der Bosch. Lutz Geissler vom Ploetzblog hat die gängigsten Maschinen hier: https://www.ploetzblog.de/2015/05/13/von-klebern-krume-und-knetern-sechs-knetmaschinen-im-praxistest getestet (der liebe Herr Informatiker ist leider gerade nicht abkömmlich und entweder ich oder die Software unfähig, im Kommentar einen Link hinter den von mir geschriebenen Text zu setzen – vermutlich eher ich 😉 ). Vielleicht hilft Dir ja sein Artikel noch weiter. Wenn Du von Hand knetest, würde ich mir die Autolyse zu Nutze machen. Bei der Autolyse, also wenn das Mehl vermischt mit dem Wasser bereits für ca. 30 Minuten quellen kann, bevor es mit Hefe, Salz, Fett oder Sauerteig in Kontakt kommt, kann sich der Gluten besser entwickeln. Das gilt übrigens auch für das Kneten mit Maschine, nur kann es dort eben besser ausgeglichen werden.

          Einen Sauerteig anzusetzen kann ich nur wärmstens empfehlen. Als meiner dann endlich startklar war, wollte ich erstmal kein Brot mehr ohne Sauerteig und auch heute noch backe ich kaum etwas, das nicht wenigstens einen Löffel des alten Anstellguts drin hat. Halte mich auf dem Laufenden, wie es damit läuft!

          Schös Wuchenend!

          Liebi Grüess Alice

          • Barbara sagt:

            Liebe Alice,

            Du bist ein Schatz! Danke vielmals für deine so ausführlichen Informationen. Mit der Kenwood cooking chef habe ich schon geliebäugelt – werde sie nun ziemlich sicher auf deine Empfehlung hin bald einmal anschaffen, da sie ja nicht nur beim Kneten gute Dienste tut :-)!

            Und mit dem Bedampfen und natürlich auch Brot-backen werde ich weiter „üben“. Ich werde dich auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Und vielleicht wage ich mich mal an einen Sauerteig-Versuch ‚ muss zuerst mal ausprobieren, wo in unserer Wohnung ich konstante 28 – 30 Grad erreiche (hab keine Mikrowelle :-().

            No einisch äs grosses Merci u ou dir äs schöns Wuchenänd.

            Ganz liebi Grüess
            Barbara

          • Alice sagt:

            Ach weisst Du Barbara, als ich meinen angesetzt habe, hatte ich auch noch keine und es ist bei ganz normaler Raumtemperatur trotzdem gut gekommen. Er braucht vielleicht einfach 1-2 Tage mehr. Falls es nicht klappen sollte, kann ich Dir immernoch per Post etwas von meiner Trockensicherung zusenden.
            Liebi Grüess Alice

    • Alice sagt:

      Danke Hansi, ich hab’s auch gleich bemerkt und geändert! Ich verwechsle die zwei gerne (steht ja hier auch eben genau nicht auf der Verpackung 😉 )

  15. katrin sagt:

    Hallo Alice das ist jetzt ein etwas privater Kommentar nach Deinem Besuch heute morgen: es war wie immer spannend mit Dir über Gott und die Welt zu diskutieren vielen Dank! Ich habe es jetzt wieder einmal geschafft mir Deinen Blog anzusehen. Und das ist jetzt wieder für alle Leser: wir sind die grössten Nutzniesser Deines Bloges weil immer mal wieder etwas Feines bei uns auf dem Küchentisch steht. Es sieht nicht nur super aus, es schmeckt auch so! Ich bin riesig stolz auf meine Tochter!

    • Alice sagt:

      Liebe Mami, vielen lieben Dank! Mit so dankbaren Test- und Aufessern wie Euch macht das Bloggen und Backen ja auch erst richtig Spass!

  16. Hansi sagt:

    Hallo Alice, die Erdbeer-Rhabarber-Holunderbisquittorte sieht nicht nur lecker aus, sondern gehört auch im Brotbackforum vorgestellt, oder habe ich es dort verpasst?!!!
    Wir haben doch auch ne süße Ecke und sind auch sonst recht süße Menschen 😉
    Herzlichen Gruß
    Hansi

    • Alice sagt:

      Danke Hansi! Ich wusste nicht, dass es bei der Süssen Ecke auch hefefrei sein darf. Das wird natürlich sofort nachgeholt 🙂

  17. Alice sagt:

    Lieber Gerhard
    Bei solch stolzen Preisen sagt man bei uns, die Bretzel müsste singen können. Wobei sie hier auch nicht gerade günstiger sind.. NaOH bekommt man bei uns auch nicht einfach so. Aber in kleinen Mengen kann sie verkauft werden. Es ist also nicht verboten, aber ich musste die Drogistin schon überzeugen, dass ich damit umzugehen weiss. Ansonsten könntest Du eben versuchen, dir etwas mischen zu lassen. Die Apotheken verkaufen bei uns standardmässig 40%-ige Natronlauge, die zur Seifenherstellung benötigt wird. Also müssten sie eigentlich auch in der Lage sein, dir eine 4%-ige Lauge zu mischen. Ansonsten kann man NaOH auch über das Internet bestellen, am besten bei einem Backversand. Melde dich, falls du vorerst noch ein Rezept ohne Sauerteig brauchst. Oder bist du bereits bei der Anzucht? Wie gesagt, haben uns diese mit dem milden Sauerteig am besten geschmeckt, aber es gibt auch sehr gute Möglichkeiten für Bretzel ohne Sauerteig.
    Viel Erfolg beim Laugenkauf!

  18. Gerhard E Botsch sagt:

    Liebe Alice,
    über dein Bretzel Rezept habe ich mich besonders gefreut. Hier in Melbourne sind Bretzeln Mangelware. Ich habe ein Geschäft entdeckt wo sie verkauft werden. Knapp Handflächen groß und für stolze $3.50, das sind etwa 2.65 SF!!!
    Vielleicht traue ich mich in nächster Zeit doch einmal an dein Rezept. Vermute aber, dass ich Probleme haben werde die Lauge zu besorgen, da hier NaOH nicht frei verkauft werden darf. Muß wohl ein Spezialgeschäft finden.

  19. Gerhard E Botsch sagt:

    Liebe Alice,
    Nachdem ich mehrere deiner Blogs gelesen habe, hatte ich keine Lust mehr auf das fade Brot das ich hier (Australien) kaufen kann und habe mich kurz entschlossen für einen Brotbackkurs am 8. April angemeldet. Bin ja gespannt was ich da lerne. Hoffentlich entdecke ich dort eine Quelle für vernünftiges Mehl, da ich fest davon überzeugt bin, dass meine bisherigen Versuche am Mangel von gutem Mehl gescheitert sind.
    Vielen Dank für den Anstoss!

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