Drei-Königskuchen

Hallo ihr Lieben! Wenn ihr dies liest, heisst das, dass es meinen Blog heute in einem Jahr noch geben wird. Dies ist also sozusagen eine Nachricht aus der Vergangenheit – der 3-Königskuchen stammt gar aus dem 2015. Da dies vermutlich mein erstes Rezept 2017 sein wird, wünsche ich vorweg allen ein gutes neues Jahr (was ja heute, am 07.01.16 auch nicht ganz falsch ist). Nun dieser 3-Königskuchen hat es wegen dem hektischen Jahresstart leider nicht pünktlich online geschafft. Entsprechend werde ich nun diesen Beitrag – fix fertig wie er ist – für’s 2017 planen.

Auf die Plätze! Fertig? Los geht’s mit dem Brötchen aufreissen! Wer wohl die Mandel hat? Am 6. Januar wird in den Schweizer Küchen wieder kräftig gebacken, um der Familie einen Drei-Königskuchen auf den Tisch zu stellen. Bei uns gab es den Kuchen immer zum Znacht und er war nicht ganz so süss, wie die untenstehende Variante. Wer die Mandel hatte, war König und durfte sich für die kommende Woche ein Znacht oder ein Dessert wünschen. Ich kam glaube ich genau einmal in diesen Genuss, denn in der Regel hat meine Schwester die Mandel gezogen. Ganz nach der Regel, wenn nicht A dann B, zieht mein Vater in allen anderen Fällen das königliche Brötchen. Die vereinzelten Ausnahmen sind lediglich dazu da, die Regel zu bestätigen (und uns falsche Hoffnungen zu geben). Ihre Schummeltechnik (wenn es denn eine gab) haben sie nie offenbart 😉 Aber vom gewünschten Dessert hatten wir alles etwas._IGP6942

Wer lieber einen normalen Zopfteig möchte, der auch zu Schinken und Käse passt, reduziert den Zucker auf 10 g und lässt die Zitronenschale weg. Das Mittelstück wird durch die Rosinen und den Hagelzucker süss, sodass man auch dann noch ein grosses Dessert-Stück hat.

Süsser Zopfteig
400 g Halbweissmehl (ca. Type 550)
100 g Dinkelmehl, hell (ca. Type 630)
50 g Butter, in Stücken
1 Zitrone, Schale (wer mag)
300 g Milch
80 g Zucker (alternativ 10 g)
10 g Hefe
10 g Salz

Mittelstück
200 g süsser Zopfteig
50 g Rosinen
1 Schuss Rum

…was ihr sonst noch braucht
1 Ei & 1 Prise Salz
Hagelzucker
Mandelsplitter

1 ganze Mandel (König)

  1. Die Rosinen (50 g) mit warmem Wasser bedecken, einen Schuss Rum dazugeben und ziehen lassen.
  2. Für den Zopfteig die kalte Butter in Stücke schneiden, den Zucker in der Milch auflösen und zusammen mit den restlichen Zutaten zu einem glatten Teig kneten. Er sollte sich vom Schüsselboden lösen und nicht mehr kleben.
  3. Für das Mittelstück 200 g fertig gekneten Zopfteig abnehemen, die Rosinen gut abtropfen lassen und etwas auspressen und in die 200 g Teig einkneten.
  4. Beide Teige insgesamt 2 Stunden gehen lassen. Nach einer Stunde aufziehen und wieder zusammenfalten.
  5. Formen: Zuerst das Mittelstück mit den Rosinen rund schleifen und in die Mitte eines Backpapiers setzen. Den normalen Teig in 8-10 Stücke teilen und jedes rundschleifen. Nicht vergessen, den König (Mandel) in einem der Brötchen zu verstecken! Die geformten Brötchen um das Mittelstück platzieren, sodass sich alle Brötchen berühren.
  6. Für die Eistreiche 1 Ei mit einer Prise Salz verquirlen. Den Kuchen sorgfältig damit bestreichen. Das Mittelstück mit Hagelzucker und Mandelsplitter bestreuen. 45 Minuten aufgehen lassen. Unterdessen den Backofen inkl. Backblech oder allenfalls Backstein auf 220°C aufheizen.
  7. Backen: Bei 220°C während ca. 35 Minuten.
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